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Einkauf: Bekleidung und Schuhe

Bekleidung Vegane Bekleidung besteht nicht aus Materialien, welche von lebenden oder toten Tieren genommen wurden, unter anderem Leder oder Pelz, Seide, Wolle (darunter Alpaka, Angora und Cashmere) oder Wollfilz, Federn und Daunen. Aufgrund der eindeutigen Auszeichnung auf den Etiketten ist es relativ einfach, Kleidungsstücke mit tierlichen Bestandteilen zu vermeiden und stattdessen auf Artikel aus Baumwoll-, Leinen-, Hanf- oder Kunstfasern zurückzugreifen. Im Zweifelsfall wie immer an das Verkaufspersonal oder direkt an den Hersteller wenden. Gürtel werden oft aus Leder hergestellt (und auch viele Halsketten, Arm- und Uhrenarmbänder). Winterjacken haben gelegentlich (zum Beispiel an der Kapuze) Besätze aus Pelz, der künstlich oder aus dem Fell toter Tiere hergestellt sein kann. Außerdem kann das Futter zu einem Teil oder komplett aus Daunen bestehen. Bei Jeans und anderen Hosen befindet sich hinten am Bund oft ein Etikett, welches aus Tierhaut hergestellt sein kann. Schuhe Ein Merkmal veganer Schuhe ist wohl offensichtlich: Sie sind ohne die Verwendung von Tierhäuten hergestellt. Frei von Leder heißt jedoch nicht automatisch vegan, denn beispielsweise im Kleber zwischen den einzelnen Materialschichten ist oft Kasein oder …

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Was anfangs vielleicht als schwer zu überwindendes Hindernis erscheinen mag wird nach kurzer Zeit zur normalsten Sache der Welt: Vegan einkaufen. Mit etwas Neugier und Spürsinn ausgestattet gibt es eine ganz neue Welt zu entdecken. Doch worauf ist zu achten? Welche Produkte beruhen auf der Ausbeutung von Tieren und wie erkenne ich sie? Einige Antworten darauf findest du in den folgenden Beiträgen. Übrigens: Nicht sicher, was E 300 bedeutet? Alle E-Nummern und hunderte weitere Inhalts- und Zusatzstoffe können mit unserer App auch unterwegs ganz schnell und ohne Internetverbindung nachgeschlagen werden. Bekleidung und Schuhe Haushaltsprodukte Körperpflege und Kosmetik Versteckte Tierprodukte Was bedeutet der Aufdruck …? Produktanfragen Verpackung vermeiden

Einkauf: Körperpflege und Kosmetik

Nicht nur in Lebensmitteln, auch in vielen Kosmetika und Pflegeprodukten sind Inhaltsstoffe tierlichen Ursprungs enthalten. Häufig verwendete Stoffe sind zum Beispiel tierliche Fettsäuren, Kollagen, Keratin, Wollfett, Bienenwachs, Karmin sowie Perlen- und Seidenpulver. In den meisten Fällen werden diese jedoch nicht eingesetzt, weil sie für eine höhere Qualität des Endprodukts sorgen oder es keine pflanzliche oder mineralische Alternative gibt, sondern weil bei der enormen Zahl von Tieren, die bei uns täglich getötet werden, riesige Mengen sogenannter Schlachtabfälle (Fett, Innereien, Knochen, Knorpel, Haut, Hörner, Hufe oder Fruchtwasser) entstehen, die zu niedrigen Preisen an die Kosmetikindustrie weiterverkauft werden. Ob Duschgel, Shampoo, Lotion, Rasierschaum, Zahnpasta oder Lippenstift: Wer den Konsum von Tierprodukten vermeiden möchte, muss beim Kauf dieser Artikel also genau hinsehen. Leider lassen sich die in der chemischen Industrie verwendeten Stoffe aufgrund der Benennungen oft noch schlechter identifizieren als im Nahrungsmittelbereich. Die Bezeichnungen der einzelnen Substanzen richten sich nach der International Nomenclature of Cosmetic Ingredients und bestehen daher vornehmlich aus englischen und lateinischen Wörtern. Für uns gibt es dennoch mehrere Wege, vegane Produkte von solchen mit tierlichen Inhaltsstoffen …

Einkauf: Was bedeutet der Aufdruck …?

»Kann Spuren von … enthalten«? Wird auf der Verpackung eines Produkts die Zutatenliste beispielsweise mit dem Hinweis »Kann Spuren von Milch enthalten« ergänzt, bedeutet dies, dass laut Rezeptur keine Milch für das Produkt verwendet wird, dass aber während des Produktionsprozesses geringe Mengen Milch mit dem Produkt in Berührung gekommen sein können. Eine so genannte Kreuzkontamination kann erfolgen, wenn zum Beispiel ein an sich milchfreies Produkt Verarbeitungsanlagen durchläuft, mit welchen ebenfalls milchhaltige Produkte hergestellt werden. Diese Hinweise richten sich in erster Linie an Allergiker, weshalb hier auch nur Zutaten angeführt werden, welche laut Allergenkennzeichnungsrichtlinie RL 2003/89/EG auf der Verpackung gekennzeichnet werden müssen, darunter Gluten, Krebstiere, Ei, Fisch, Erdnüsse, Soja und Milch. Ein Produkt, das einen Hinweis auf (mögliche) Spuren von Milch trägt, ist jedoch nicht automatisch unvegan. Die meisten Menschen, die aus ethischen Beweggründen vegan wurden, möchten nicht weiter dazu beitragen, dass Tiere ausgebeutet und getötet werden. Indem sie den Konsum von Produkten tierlicher Herkunft vermeiden, verringern sie die Nachfrage und damit mittel- und langfristig das Angebot an Tierprodukten. Mit dem Kauf von Lebensmitteln, die für …

Einkauf: Verpackung vermeiden

Wenn du einen Einkauf planst, nimm zusätzlich zu Korb, Tasche oder Rucksack immer mindestens eine große Stofftragetasche mit. So kommst du nie in die Verlegenheit, nur für diesen Einkauf unnötige Plastiktüten kaufen zu müssen. Besuche Wochenmärkte. Hier gibt es oft saisonales, regionales, frisches Obst und Gemüse. Du kannst die Erzeuger direkt unterstützen und dir von ihnen Tipps für Lagerung und Zubereitung geben lassen. Vermeide Produkte, welche in Plastikfolie eingepackt sind, wann immer es geht. Wenn für loses Obst und Gemüse Papiertüten ausliegen, sind diese eindeutig die bessere Wahl. Du kannst selbstverständlich saubere, trockene Ware (wie Äpfel, Paprika oder Karotten) auch völlig unverpackt kaufen oder dir deine eigenen Mehrwegtüten mitbringen. Bei vielen abgepackten Produkten (zum Beispiel Nudeln, Haferflocken, Kartoffeln) hast du oft die Wahl zwischen Kunststoff- und reiner Papierverpackung. Finde Händler, die zum Beispiel Nüsse, Getreide(flocken) und Müslimischungen, eingelegte Spezialitäten wie Oliven oder Artischocken, Cous Cous-Salat, Hummus, Pflanzenöle oder Gewürze offen verkaufen und bringe deine eigenen Behälter zum Wiederbefüllen mit.

Einkauf: Produktanfragen

Wenn du dir nicht sicher bist, ob ein bestimmtes Produkt vegan ist, hast du die Möglichkeit, eine Anfrage an den Hersteller zu richten. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn etwa bei Lebensmitteln aus der Zutatenliste nicht hervorgeht, ob der Artikel für dich in Frage kommt. So müssen nicht alle Zutaten detailliert angeführt werden: Hinter der Bezeichnung »Aroma« kann demnach so ungefähr alles stehen, was einen Geschmack abgibt oder verstärkt. Stoffe, die während des Herstellungsprozesses eingesetzt wurden, sich aber nicht mehr im Endprodukt nachweisen lassen, sind von der Kennzeichnungspflicht ebenfalls ausgenommen (dies betrifft unter anderem Substanzen, die zur Klärung von Getränken verwendet werden). Aber auch für andere Produkte wie Schuhe oder Reinigungsmittel können Produktanfragen gestellt werden, zum Beispiel wenn Unklarheit über die Herkunft der eingesetzten Klebstoffe oder Seifen herrscht. Suche im Internet nach einer bereits beantworteten Anfrage zu deinem Produkt. Findest du eine, die nicht zu alt ist und deine Bedenken ausräumt oder bestätigt, hast du etwas Zeit gespart. Entscheidest du dich, eine Anfrage an einen Hersteller zu stellen, beachte bitte folgende Punkte für eine …

Einkauf: Haushaltsprodukte

In Wasch- und Reinigungsmitteln enthaltene Wirkstoffe wie Seifen, Tenside und Enzyme können sowohl tierlichen als auch pflanzlichen oder mikrobiologischen Ursprungs sein. Leider sind hier die Hersteller nicht verpflichtet, einzelne Inhaltsstoffe oder gar deren Herkunft auf der Verpackung zu vermerken. Einige Unternehmen haben jedoch bereits begonnen, Produkte, die nicht unter Verwendung tierlicher Substanzen hergestellt wurden, selbst als vegan zu deklarieren oder von einer Kontrollstelle prüfen und mit einem entsprechenden Siegel (wie der »Veganblume«, dem Label der Vegan Society) versehen zu lassen. Bei Unklarheit bleibt wie bei Lebensmitteln oder Pflegeprodukten die Möglichkeit einer Produktanfrage. Spül-, Wasch-, Putz- und andere Reinigungsmittel sowie andere Haushaltsprodukte wie Raumsprays oder Möbelpolituren werden außerdem in aller Regel an unfreiwilligen tierlichen Versuchsteilnehmern auf ihre Toxizität hin geprüft. Dabei wird das Endprodukt oder einzelne Inhaltsstoffe äußerlich und innerlich mit Tieren (meist kleineren Nagetieren wie Mäusen, Ratten, Meerschweinchen und Kaninchen) in Kontakt gebracht. Die zu erwartenden Folgen sind leichte bis schwerste Vergiftungserscheinungen und zuletzt immer der Tod. Als vernunftbegabte Wesen vermeiden wir es, Waschpulver zu essen und uns Scheuermilch in die Augen zu träufeln, und …

Einkauf: Versteckte Tierprodukte

Als »versteckte Tierprodukte« werden tierliche Substanzen bezeichnet, die nicht offensichtlich als solche erkennbar sind, weil sie beispielsweise zum Anbau, als Hilfsmittel bei der Herstellung oder als nicht näher deklarierte Zutat eines Produkts eingesetzt werden. So können auf den ersten Blick vegane Produkte Inhaltsstoffe enthalten, für die Tiere vorsätzlich und unnötigerweise zu Schaden gekommen sind (etwa nicht näher beschriebene Aromastoffe, die Molke oder Rindertalg enthalten). Andere Artikel sind tatsächlich frei von nicht veganen Substanzen, trotzdem können während der Produktion solche verwendet worden sein (zum Beispiel Gelatine zur Klärung von Fruchtsäften). Weitere Beispiele Backwaren: Laut Rezeptur veganes Gebäck kann auf Blechen gebacken sein, die mit unter anderem mit Schweineschmalz eingefettet werden E-Nummern: Viele Lebensmittelzusatzstoffe enthalten tierliche Substanzen oder werden mithilfe ebensolcher hergestellt Schuhe: Die verschiedenen Materialschichten können mit Kleber verbunden sein, der Casein oder Glutin enthält Wein und Essig: Können wie klare Fruchtsäfte ebenfalls unter anderem mit Casein, Gelatine oder Hausenblase geschönt sein Zucker: Weißer Zucker kann mittels Aktivkohle aus Blut oder Knochen entfärbt sein (ebenso raffinierter brauner Zucker, der mit Melasse »rückgefärbt« wurde) Der »versteckte« Einsatz …