Tiere

Muss das Leid eines Tieres nicht anders bewertet werden als das eines Menschen?

Obwohl wir nie mit absoluter Genauigkeit nachempfinden können, wie ein anderes Lebewesen Schmerzen empfindet, müssen wir davon ausgehen, dass alle Tiere, die über ein Nervensystem verfügen, Schmerz in ähnlicher Weise »wie du und ich« empfinden. Ebenso können auch Symptome psychischer Beeinträchtigungen wie Stress, Angst oder Vereinsamung bei Tieren in Gefangenschaft beobachtet werden. […]

Wie viele Tiere werden für unser Essen getötet?

Die Zahl der fühlenden nichtmenschlichen Individuen aus aller Welt, die von uns – absichtlich und völlig unnötigerweise – getötet werden, übersteigt innerhalb von fünf Tagen die Zahl der Menschen, welche während aller Kriege und Völkermorde in der menschlichen Geschichte ihr Leben lassen mussten.
Würden alle nicht veganen Menschen ihren Tierproduktkonsum um 90 Prozent reduzieren, würde es trotzdem nur 42 Tage dauern, bis wir wieder so viele nichtmenschliche Tiere getötet hätten wie Menschen während der gesamten aufgezeichneten Geschichte durch andere Menschen getötet wurden. […]

»Tieren Rechte zu verleihen wäre unsinnig; schließlich werden sie nie davon Gebrauch machen können, weil sie sich ihrer nicht bewusst sind.«

Hierbei kommt es darauf an, was genau unter der Wendung vom Recht Gebrauch machen verstanden wird: Geht es um einen Anruf bei einem Anwalt, dann liegt tatsächlich nicht viel Sinn darin, einem nichtmenschlichen Tier ein entsprechendes Recht zu verleihen. Schießt aber ein Mensch nicht auf einen Hasen, weil dessen Recht auf körperliche Unversehrtheit den Menschen in seinem »sportlichen Eifer« bremst, dann schützt dieses Recht effektiv die Interessen des Hasen, auch wenn er nicht aktiv Gebrauch davon macht. […]